Die Formel Schritt für Schritt
- 1Anlagenleistung bestimmen: Modulanzahl × Modulleistung, z. B. 24 × 440 Wp = 10,56 kWp.
- 2Standortertrag ansetzen: in Süddeutschland rund 1.050 kWh je kWp bei optimaler Ausrichtung.
- 3Korrekturfaktor für Ausrichtung und Neigung anwenden, z. B. 0,92 bei Ost-West mit 25°.
- 4Verschattungsfaktor abschätzen, z. B. 0,97 bei einem Kamin an der Westseite.
- 5Multiplizieren: 10,56 × 1.050 × 0,92 × 0,97 ≈ 9.900 kWh pro Jahr.
Korrekturfaktoren im Überblick
| Situation | Faktor | Kommentar |
|---|---|---|
| Süd, 30–35° | 1,00 | Referenz |
| Südwest, 25° | 0,96 | kaum Verlust |
| Ost-West, 20–30° | 0,85 – 0,90 | gleichmäßiger Tagesverlauf |
| Flachdach, 10–15° aufgeständert | 0,92 – 0,96 | geringere Verschattung untereinander |
| Teilverschattung ohne Optimierer | 0,80 – 0,95 | stark situationsabhängig |
Vom Ertrag zum Nutzen
Der Jahresertrag sagt noch nichts über deine Ersparnis. Entscheidend ist, wie viel davon im Haus bleibt. Ein Haushalt mit 4.000 kWh Verbrauch nutzt von 10.000 kWh Ertrag ohne Speicher rund 3.000 kWh direkt – der Rest wird eingespeist. Mit Speicher steigt der genutzte Anteil auf etwa 6.000 kWh.
Was wir in der Planung zusätzlich prüfen
- Verschattungssimulation über den Jahresverlauf statt pauschaler Abschläge
- Stringaufteilung und Wechselrichterauslegung (DC/AC-Verhältnis)
- Statik, Dachhaut und Befestigungspunkte
- Verbrauchsprofil aus Zählerdaten, wenn vorhanden

