Dieser Artikel behandelt die Technik. Wie sich Elektroauto und PV-Anlage wirtschaftlich und energetisch insgesamt ergänzen – Anlagengröße, Ladezeitpunkte, Kosten je 100 Kilometer – steht im übergeordneten Artikel zu Photovoltaik und Elektroauto.
Ladeleistung richtig wählen
| Leistung | Reichweite je Stunde | Anmerkung |
|---|---|---|
| 3,7 kW (einphasig) | ca. 20 km | für Überschussladen mit kleiner Anlage |
| 11 kW (dreiphasig) | ca. 60 km | Standard im Einfamilienhaus, meldepflichtig |
| 22 kW (dreiphasig) | ca. 120 km | genehmigungspflichtig, meist unnötig |
Für den Alltag genügt 11 kW fast immer: Ein Fahrzeug mit 60 kWh Batterie ist über Nacht vollständig geladen. Höhere Leistungen erhöhen vor allem die Anforderungen an den Hausanschluss.
Was Überschussladen technisch braucht
- 1Wallbox mit stufenloser oder feiner Stromregelung, idealerweise mit Phasenumschaltung.
- 2Energiezähler am Netzanschlusspunkt, der Bezug und Einspeisung sekundengenau misst.
- 3Energiemanagement, das PV-Überschuss, Speicherstand und Fahrzeugbedarf priorisiert.
- 4Fahrzeugseitige Unterstützung niedriger Ladeströme (mindestens 6 A).
Anmeldung und §14a EnWG
Wallboxen mit mehr als 4,2 kW sind beim Netzbetreiber anzumelden, ab 12 kW ist eine Zustimmung erforderlich. Seit 2024 gelten neue Ladeeinrichtungen als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG: Der Netzbetreiber darf die Leistung in Ausnahmesituationen auf mindestens 4,2 kW reduzieren, dafür sinken die Netzentgelte.
Kosten
- Wallbox 11 kW mit Lastmanagement: 700 – 1.500 €
- Installation inklusive Leitung und Absicherung: 500 – 1.500 €
- Energiemanagement / Messtechnik: 200 – 800 €
- Zählerschrankanpassung, falls nötig: 800 – 2.500 €

