Schritt 1: Wärmebedarf ermitteln
Am genauesten ist der bisherige Brennstoffverbrauch. Bei Gas entspricht 1 m³ etwa 10 kWh, bei Heizöl 1 Liter etwa 10 kWh. Vom Ergebnis wird der Kesselverlust abgezogen – bei älteren Anlagen rund 10 bis 20 %.
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Gasverbrauch | 2.000 m³ × 10 kWh | 20.000 kWh |
| Kesselwirkungsgrad 90 % | 20.000 × 0,90 | 18.000 kWh Nutzwärme |
| davon Warmwasser | ca. 12–18 % | ca. 2.700 kWh |
Schritt 2: Jahresarbeitszahl abschätzen
| Gebäude / Heizsystem | Wärmequelle | JAZ (typisch) |
|---|---|---|
| Neubau mit Fußbodenheizung | Luft | 4,0 – 4,5 |
| Saniertes Bestandsgebäude, Flächenheizung | Luft | 3,6 – 4,2 |
| Bestand mit großen Heizkörpern | Luft | 3,0 – 3,5 |
| Bestand, hohe Vorlauftemperatur | Luft | 2,5 – 3,0 |
| Erdreich (Sole) | Sole | 4,0 – 5,0 |
Schritt 3: Rechnen
18.000 kWh Wärmebedarf ÷ JAZ 3,6 = 5.000 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Arbeitspreis von 28 ct/kWh im Wärmepumpentarif entspricht das rund 1.400 € Stromkosten – gegenüber etwa 1.900 bis 2.200 € Gaskosten im Beispiel.
Welchen Anteil kann die PV-Anlage decken?
Der Wärmebedarf fällt im Winter an, der PV-Ertrag im Sommer. Realistisch deckt eine passend ausgelegte PV-Anlage 20 bis 35 % des Wärmepumpenstroms – im Oktober und März deutlich mehr, im Dezember und Januar kaum. Warmwasserbereitung im Sommer lässt sich dagegen fast vollständig solar decken.
Wärmepumpen-Stromverbrauch berechnenWärmebedarf, JAZ, Stromkosten und PV-Deckung in einem Schritt.Berechne dein individuelles EnergiekonzeptDach, Verbrauch, Speicher, Wärmepumpe und E-Auto in einem Rechner – inklusive Wirtschaftlichkeit.Stromtarif und §14a
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